Street-Art-Tour in London

Eine Führung zu den berühmtesten Street Art Spots der Stadt

Die Street Art Londons ist weltberühmt und für viele von euch einer der Gründe, die britische Hauptstadt zu bereisen. Ich hab’s endlich auf einen Rundgang zu den besten Straßenkunstwerken in Spitalfields, Brick Lane und Shoreditch geschafft! Mit Erfolg. Endlich kann ich all eure Fragen beantworten!

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Infos zur Tour

Auftakt zur Street Art Tour in London

Treffpunkt: Old Spitalfields Market, Stadtführer: Kay mit Hündin, Stimmung: top. Ab Minute eins war klar, Stadtführer Kay brennt für Street Art. Sie ist nicht nur seine Leidenschaft, er selbst ist ein wandelndes Straßenkunst-Lexikon. Kay führte durch die wichtigsten Ecken für Street Art in London wie durch ein Kunstmuseum, erläuterte verschiedene Stile, das Handwerk hinter den Kunstwerken an den Häuserwänden und welche Künstler (manche sehr berühmt, manche noch unbekannt) hinter den Bildern stecken. Von einem echten Kenner geführt zu werden, unterschied diese Tour von den vielen standardisierten 0815-Führungen. Und unterhaltsam war sie ohnehin – auch für diejenigen, die an diesem Tag zum ersten Mal von Banksy hörten!

Street Art Tour in London

Kay ging auf unsere Bedürfnisse ein. Er spulte nicht einfach sein Programm ab, sondern erfragte zu Beginn, was uns interessiert, um seine Tour entsprechend anzupassen.

  1. Wie gut kennst du dich mit Street Art und East London grundsätzlich aus?
  2. Hast du ein Werk im Kopf, dass du auf jeden Fall sehen möchtest? Gibt es einen Künstler, den du besonders schätzt?
  3. Wie gut bist du zu Fuß?

Alle Fragen waren willkommen. Dementsprechend entwickelt sich auch die Tour auf Basis der Interaktion mit der Gruppe. Als Insider konnte Kay auf wirklich alle unsere Wünsche flexibel eingehen. Dadurch war die Tour zu keiner Zeit langweilig und wir haben nicht nur alles mögliche über Street Art in London gelernt, sondern auch einiges über Spitalfields und Shoreditch.

Preise und Zeiten

Street Art ist eine flüchtige Kunst. Nur wenige Werke bleiben dauerhaft, das Gros der Straßenkunst in London verschwindet binnen eines Wimpernschlags wieder und wird von  neuen Werken ersetzt. Deswegen ist es unglaublich schwer, euch auf eine gezielte Route zu schicken. Was heute zu sehen ist, kann morgen schon wieder Geschichte sein. Wenn ihr an der tollsten Street Art Londons nicht aus Versehen vorbeigehen wollt, kann ich euch nur raten, eine Tour zu machen. Nicht nur kennen Stadtführer wie Kay die Szene wie ihre eigene Westentasche, sie stehen auch all eure Fragen Rede und Antwort. Eine kleine Hürde gibt es allerdings: Die Tour wird nur auf Englisch angeboten.

Warum ist ausgerechnet der Osten Topspot für Street Art in London?

Was ist das eigentlich für ein Viertel, in dem Street Art so willkommen ist? Mit Kay haben wir unsere Tour nicht in der Jetzt-Zeit gestartet, sondern sind ein paar Schritte zurück zu den Ursprüngen des Stadtteils gegangen. Er erzählte uns von der Blütezeit Spitalfields, als dort die Heimat wohlhabender französischer Kaufleute war und dem Niedergang des Viertels während der industriellen Revolution, als das East End ins Abseits rückte und der Vergessenheit anheim fiel. Die vielen Lagerhallen und leerstehenden Gebäude lockten die Subkulturen ins Viertel. Schon in den 70er- und 80er-Jahren begannen Londoner Künstler das Gebiet für sich zu erschließen. Sie machten sich damit schnell über die Stadtgrenzen hinaus einen Namen. Zur selben Zeit entwickelte sich auch die Brick Lane zum Treffpunkt der internationalen Street-Art-Szene, welche ihre Visitenkarte an den Wänden der Straße hinterließ.

Street Art in London

Obwohl die Gentrifizierung des Stadtteils voranschreitet, Mietpreise und die Popularität des Viertels immer weiter steigen, und nicht wenige befürchten, dass die Kreativszene ihre Arbeit über kurz oder lang in weniger erschlossene Stadtgebiete wird verlagern müssen, könnt ihr dort noch immer Werke von weltberühmten Street-Art-Künstlern wie Künstlern wie Banksy, Space Invader, Stik, Bleck Le Rat, Zabou, Skeleton Cardboard bewundern.

Ist Londons Street Art nur Graffiti?

Was heißt nur? Graffiti ist eine Kunstform, die Werke der Graffiti-Größen sind nicht zu verwechseln mit den Schmierereien von ungeübten Jugendlichen. Aber Graffiti allein macht die Londoner Street Art Kultur nicht aus. Ein Paradebeispiel ist der Künstler Jonesy. Er verließ die Galerien, um seine Bronzeskulpturen stattdessen für alle zugänglich im Stadtgebiet aufzustellen. Andere Künstler wie Ant Carver zeichnen ihre Arbeiten auf Papier, um sie dann an Wände zu kleben. Christian Nagel wurde durch seine bunten Pilze berühmt, die er überall in East London aus den Wänden sprießen ließ. Kurz: Street Art kennt viele Facetten.

Ist es legal, in diesem Teil Londons Graffiti zu malen?

Street Art, egal wie kunstvoll und populär, wird nach wie vor unter Vandalismus verbucht. Dazu zählen auch weltbekannte Werke von Künstlern wie Banksy. Laut Kay gebe es zwar Hauseigentümer, die den Künstlern ihre Wände als Leinwand zur Verfügung stellen, aber selbst dann kann die Gemeinde die Entfernung des Werks verlangen. Jedes Werk, dass ihr in den Straßen Londons findet, ist genau genommen also illegal und wurde mehr oder weniger im Geheimen an die Wand gebracht. Auch deswegen sind die Bilder selten länger als ein paar Wochen zu sehen, bevor sie neuerlich übermalt werden. Der einzige Weg die Street Art Londons längerfristig zu bewahren, ist und bleibt die Fotografie.

Wichtige Street Art Zonen in London

Ganz Shoreditch ist ein einziges Freiluftmuseum für Street Art. Wenn ihr durch die Straßen des Viertels schlendert, findet ihr ein breites Spektrum der Londoner Straßenkunst. Für alle, denen das zu ungenau ist, habe ich hier noch einmal einige der wichtigsten Spots für euch herausgegriffen.

Rivington Street

Einige der renommiertesten Street-Art-Werke Londons könnt ihr euch in der Rivington Street ansehen. Von Ben Eines »Scary« im U-Bahn-Tunnel bis hin zu einer der wenigen erhaltenen Arbeiten Banksys in London. Obschon einige der interessantesten Werke im Hof des Cargo zu finden sind, wie beispielsweise eines von Ozmo oder eine Kooperation mit Banksy, findet ihr entlang der Straße auch einige Stücke von Stik, die der Vernichtung bislang trotzen konnten.

Village Underground

Das Village Underground könnt ihr nicht verfehlen. Seine Fassade mit den Wandaufschriften- und malereien fällt sofort ins Auge und die zwei U-Bahn-Waggons auf dem Dach sowieso. Das Village Underground ist Heimat für Kunstausstellungen und Konzerte und genießt einen erstklassigen Ruf in Sachen Kultur. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Allerdings solltet ihr wissen, dass die meisten Wandmalereien, die ihr in der Straße findet, als Werbung klassifiziert und nicht zur Street Art gerechnet werden.

Village Underground in London

Ebor und Chance Street

Die Ebor Street ist wahrscheinlich eine der fotogensten Straßen Londons. Thema der Motive ist meist Typographie, Graffiti-Buchstaben, die sich je nach Perspektive wandeln. Meist halten sich die Bilder nicht lange an den Wänden, bevor sie von der Konkurrenz übermalt werden. Entsprechend wechselt die Ebor Street beinahe schneller ihr Gewand als ihr die Kamera zücken könnt. Eine Farbexplosion erlebt ihr in der Chance Street. Die Straßen sind nur einen Steinwurf von der Station Shoreditch High Street und BoxPark entfernt, was sie zu einem guten Startpunkt für eine Tour durch Shoreditchs Street Art macht.

Grey Eagle Street

Im hinteren Teil der Old Truman Brewery findet ihr die Grey Eagle Street. Die Allee hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Open-Air-Kunstgalerie entwickelt. Vor allem Street Art der alten Schule ist dort zuhause. An Hand der Schriftzüge könnt ihr wunderbar die Entwicklung von den Anfängen der Street Art in London bis heute nachvollziehen. In der Grey Eagle Street findet ihr übrigens auch eines der berühmtesten Werke des Künstlers Space Invader.

Street Art in Shoreditch

Brick Lane

Das Epizentrum für Straßenkunst in London ist die Brick Lane. Wohin ihr dort auch blickt – rechts, links, oben, unten, überall könnt ihr Kunst finden. Dort gibt es kaum einen Millimeter Wand, das nicht als Untergrund für die Street-Art-Künstler genutzt wird. Die Brick Lane ist einer der Orte, die Liebhaber von Street Art unbedingt besuchen sollten. Nehmt euch aber Zeit, euch treiben zu lassen! In dem Viertel lässt es sich ganz wunderbar flanieren. Zögert auch nicht, von der Brick Lane in die umliegenden Gässchen abzubiegen, schließlich verstecken sich dort einige der Highlights! Mehr über die Brick Lane und was es dort noch alles zu entdecken gibt (Spoiler: eine ganze Menge!) könnt ihr in unserem großen Detail-Artikel nachlesen.

Lohnt sich die London Street Art Tour wirklich?

JA!!! Ich habe in London schon wirklich so einiges gemacht, aber diese Tour gehört für mich zu den Highlights. Der einzige Grund, warum dieser Artikel nicht noch viel länger ist, ist, dass er in einem Monat bereits nicht mehr aktuell wäre. Klar, ihr könnt auch einfach auf eigene Faust durch die Straßen streifen, so habe ich das vor der Führung auch gemacht, aber – und das ist jetzt wirklich kein Gerede – so habe ich viele der tollsten Werke einfach verpasst. Am Ende bin ich eben doch zu wenig in die Street-Art-Szene involviert und es fehlen mir schlichtweg die Kenntnisse, die ein Insider wie Kay hat. Er war absolut auf dem neusten Stand und wusste, wo aktuell die besten Bilder zu finden sind und konnte uns zudem auch noch eine Einordnung geben. Ich bin Fan und würde die Tour jedem empfehlen, dessen Herz für Street Art schlägt.

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Straßenkunst in London

Noch mehr zum East End

Im East End wird Kreativität großgeschrieben. Was ihr sonst noch alles in dem spannenden Teil Londons entdecken könnt, lest ihr in unseren Detail-Artikeln.

Über die Autorin
Laura

Mit 19 Jahren war ich das erste Mal in London. Ich habe mich sofort in diese Stadt verliebt und habe sie seither dutzende Male besucht. Für mich gibt es immer wieder einen Grund nach London zu reisen – sei es wegen der verschiedenen Viertel, Menschen, Festivals, Museen und und und… London ist wirklich einzigartig. Und auch für einen Kurztrip lohnt sich London definitiv immer. Innerhalb kürzester Zeit kann man hier so viel tolles entdecken. Meine Erfahrungen und mein Insiderwissen über die Stadt möchte ich hier mit euch teilen, sodass ihr für eure nächste Reise nach London top informiert und vorbereitet seid.

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Steffen von Loving Travel

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