London von oben – im Helikopterflug über London

Matze
22. März 2019
9 Bewertungen

Gerade wenn ihr schon öfter in London gewesen seid, habt ihr vielleicht auch den Eindruck, dass ihr schon alles „touristische“ gesehen habt. So ging es uns auch und deswegen haben wir noch mal eine neue Perspektive auf die Stadt gesucht und dabei London von oben entdeckt. Doch nachdem wir auch die diversen Wolkenkratzer mit ihren Aussichtsplattformen besucht hatten, haben wir noch mal etwas ganz neues entdeckt: wir sind im Helikopter über London geflogen!

Ein Helikopterflug über London ist wirklich ein ganz besonderes Erlebnis, das jeder London-Fan einmal erlebt haben sollte. Wir haben diesen Flug schon gemacht und wollen euch von unseren Erlebnissen berichten – inkl. unserem Video!

Helikopterflug über London – kein unbezahlbarer Luxus

Helikopter Tour mit Loving LondonWenn man an einen Helikopterflug denkt, denkt man sicherlich zunächst mal an etwas richtig Teures, einen Luxus, den sich nur die Reichen leisten können. Tatsächlich war auch ich überrascht, als ich die Preise für den Rundflug über London gesehen habe: schon ab knapp 170 Euro kann man in den Helikopter steigen und die britische Hauptstadt von oben ansehen. Wenn ihr also eigentlich schon alles in London gesehen und erlebt habt, ist der Hubschrauberflug noch mal eine ganz neue Erfahrung um London von oben zu erleben, die man sich auch mal ausnahmsweise gönnen kann. 😉

Die Tickets dafür könnt ihr ganz einfach im Internet bestellen. Wir haben euch die verschiedenen Angebote zusammengestellt, damit ihr euch umfassend informieren könnt! Der Flug, den wir gebucht und gemacht haben, war der 12 Minuten Flug.

Helikopterflug Tickets vergleichen

London Helikopterflug im Video

Vorab: Bestätigung des Helikopterflugs per Telefon

Als wir den Hubeschrauberflug gebucht haben, bekamen wir noch die Anweisung ein bis zwei Tage vor dem Flug-Termin noch mal beim Veranstalter anzurufen und den Flug zu bestätigen. Dank der EU-Roamingflat ist es inzwischen ja auch kein Problem mehr, direkt vor Ort mit der deutschen SIM-Karte eine britische Telefonnummer anzurufen. Im Telefonat mussten wir nur unseren Namen, die Buchungsnummer und unsere Email-Adresse angeben. (Die Dame am anderen Ende der Leitung hat zwar letztlich alles verstanden, aber zum Buchstabieren wäre es sinnvoll und einfacher gewesen, etwas mehr vom englischen Telefonalphabet zu kennen).

Anfahrt zum Heliport in London Battersea

Wir haben den Helikopterflug an einem Samstag gemacht und sind sogar mit dem Bus bis zum Heliport gefahren. Der liegt in Battersea, also am südlichen Themse-Ufer und zugegeben, mit dem Bus ist es schon ein wenig komplizierter, aus der Innenstadt dorthin zu kommen als wenn man direkt mit dem Taxi hinfährt. Andererseits fährt von der Victoria-Station der 170er Bus direkt bis um die Ecke vom Heliport. Die Bus-Fahrt ist natürlich auch in der Oyster-Card abgedeckt und somit als Budget-Option gar nicht so verkehrt.
Aber bequemer und entspannter ist es sicherlich, wenn ihr mit einem der Black Cabs oder mit Uber direkt dorthin fahrt.

Das ist die Adresse des London Heliports:
Bridges Ct, London, SW11 3BE

Check-in & Sicherheitseinweisung

Als wir am Heliport in Battersea angekommen sind, mussten wir kurz unseren Ausweis zeigen, um zu bestätigen, dass wir auch wirklich wir sind und wurden dann gewogen. Hier geht es natürlich nicht um einen Gesundheitscheck und Ernährungsberatung, sondern die Crew plant die Sitzverteilung gleichmäßig nach dem Körpergewicht, was es dem Piloten einfacher machen sollte, den Helikopter gerade in der Luft zu halten.

Anschließend bekamen wir per Video eine Sicherheitseinweisung und konnten unser Gepäck und unsere Jacken in einem Spind einschließen. Tatsächlich war es im Hubschrauber selbst – trotz nur 10 Grad Außentemperatur – warm genug, dass wir nur im Pullover fliegen konnten. Ansonsten darf man aber auch nicht sonderlich viel mit an Bord nehmen, unsere Kameras waren aber kein Problem.

Übrigens ist es empfehlenswert, 20-30 Minuten vor dem geplanten Abflug am Heliport anzukommen, damit ihr zeitlich nicht in Bedrängnis kommt. Umgekehrt hatten wir sogar Glück, dass wir dadurch etwas früher mit dem Helikopter starten konnten und anschließend mehr Zeit für den Rest von unserer Sightseeing-Tour hatten. Natürlich kann man sich aber nicht darauf verlassen, dass man dann auch wirklich früher fliegen kann.

London von oben: So fliegt der Helikopter über London

Nach dem Start in Battersea fliegt der Hubschrauber zunächst flussabwärts Richtung Chelsea, Victoria und Westminster, immer dem Verlauf der Themse folgend. Aus der Luft fiel es mir zumindest noch mal viel schwerer, mich zu orientieren. Zum Glück hilft aber der Pilot dabei, der über sein Headset Kommentare auf die Kopfhörer gibt.

Zuerst haben wir also die Wohnviertel von Battersea und Chelsea sowie die Neubaugebiete in Nine Elms gesehen. Erst dann wurde es so richtig spannend: In der Ferne konnten wir den Hyde Park ausmachen, östlich davon entdeckten wir dann Buckingham Palace – aus der Luft gesehen, ein schon fast unscheinbarer Gebäude-Komplex. Wesentlich besser zu erkennen sind natürlich die Hochhäuser der City of London mit The Gherkin und dem „Walkie Talkie“, die schon von weithin sichtbar sind. Und davor natürlich The London Eye, The Shard und Westminster Abbey mit dem hohen Glockenturm. Tatsächlich ist The Shard ja das größte Gebäude in London und nur vom Hubschrauber aus hat man den Blick von oben auf die Spitze des Wolkenkratzers.

Weiter ging der Flug dann schließlich über den Tower of London und die Tower Bridge hinweg, bis wir schließlich vor Canary Wharf mit seinen Hochhäusern, in denen das zweit-wichtigste Finanzzentrum von Groß-Britannien zu finden ist, eine große Kurve geflogen sind und uns auf den Rückweg flussaufwärts machten. Das schöne war, dass wir nun auch die andere Seite der Themse genau ansehen konnten, weil wir einfach wieder den gleichen Weg zurückflogen, den wir vorher hingeflogen waren.

So sahen wir am Südufer der Themse noch den berühmten Greenwich Park, einen der beliebtesten Orte in London, um die wenigen sonnigen und wirklich warmen Tage in der Stadt zu verbringen. Genauso sahen wir die University of Greenwich, das Marine Museum und das Observatorium an diesem geschichtsträchtigen Ort, an dem der Nullmeridian festgelegt wurde und nach dem die Greenwich Mean Time (GMT) benannt wurde.

Etwas weiter entfernt Richtung Norden erblickten wir auch das Olymiastadion im Stadtteil West Ham. Besonders die ikonische Aussichtsplattform „ArcelorMittal Orbit“ im Queen Elizabeth Olympic Park half natürlich, das Stadion der olympischen Spiele 2012 auszumachen.

Schließlich flogen wir noch ein klein bisschen weiter als der Heliport selbst und entdeckten noch das Stadion vom Chelsea FC an der Stamford Bridge, bevor wir dann wieder am Heliport aufsetzten.

Alles in allem war der Helikopterflug über London richtig gut und auch sein Geld wert, es ist einfach ein ganz besonderes Erlebnis. Das Versprechen, „London von oben zu erleben“, wurde damit mehr als erfüllt! Und wann kommt man als „Normalsterblicher“ schon mal dazu, mit einem Hubschrauber zu fliegen?

Wo kann man die Flüge buchen?

Natürlich sind die Helikopterflüge auch in London durch diverse gesetzliche Regelungen eingeschränkt und können dann auch nur zwischen 12 und 17 Uhr fliegen. Es gibt verschiedene Touren, die entweder 12 oder 18 Minuten lang sind. Wir haben den 12 Minuten-Flug bei Viator gebucht und im Prinzip ist das auch ausreichend. Tatsächlich sieht man in der Zeit so viel, dass es letztlich ausreicht und auch vom Preis-Leistungs-Verhältnis so passt.

Es gibt auch noch einen Private Helikopterflug, bei dem ihr dann wohl noch mehr direkt mit dem Piloten reden könnt, aber ob es euch das Geld wert ist, müsst ihr natürlich selbst entscheiden.

Tickets für einen Helikopterflug über London finden

Das wichtigste zum Helikopterflug über London im Überblick

  • Denkt daran, dass ihr mit den öffentlichen Verkehrsmitteln 25 bis 40 Minuten zum Heliport benötigt (natürlich immer abhängig davon, wo ihr übernachtet) und dass ihr mindestens 30 Minuten vor dem Abflug dort sein müsst.
  • Denkt bei der Buchung daran, dass Hubschrauber aufgrund der Lärmvorschriften von London nur zwischen 12 und 17 Uhr fliegen dürfen.
  • Die Sitze im Helikopter sind nach Gewicht sortiert. Die Mitarbeiter am Heliport versuchen zwar immer, dass Gruppen zusammenfliegen können, aber es kann unter Umständen vorkommen, dass das nicht immer möglich ist. Ihr könnt also auch nicht wählen, wo ihr im Helikopter sitzen wollt.
  • Die Mitarbeiter und die Piloten der Hubschrauberflüge sind super freundlich! Wenn Ihr Fragen oder Probleme habt, zögert nicht, sie zu fragen.
  • Am Hubschrauberlandeplatz habt sie Schließfächer, um persönliche Gegenstände zu hinterlassen, denn ihr könnt nur Kamera und Handy in den Hubschrauber mitnehmen. Mein Tipp: Lasst eure Jacke auch dort, denn im Helikopter braucht ihr sie eh nicht und ihr werdet euch während der Tour wohler fühlen.
  • Wenn das Wetter gut ist, könnt ihr nach der Tour noch am Themse-Ufer spazieren gehen. Von dort seht ihr dann auch andere Helikopter starten und landen und nicht nur eure Kinder werden das Spektakel lieben!

Startender Helikopter am Heliport in London

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